Fly away & find happiness
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Die Worte zwischen den Zeilen
76,8kg

Einige Tage ist es mein letzter Beitrag jetzt schon wieder her. Hat sich viel seitdem verändert? Irgendwie nicht.

Mein Gewicht stagniert, aber ich habe auch keine Zeit und Kraft, um mich wirklich darum zu kümmern. Ich bin motiviert und willens und ich werde das auch hinbekommen irgendwie. Aber es bleibt einfach so wenig Zeit und Kraft...

Auf meiner Arbeitsstelle ist es ein stetes Auf und Ab. Viel zu tun ist und war ja immer, viele Überstunden hat es auch schon immer gegeben. Aber in den letzten zwei Wochen ist mein Chef so dermaßen durchgedreht, er war ein richtiger Psychopath! Jeden Tag hat er mich angeschrien, ich habe mein Verhalten seiner Kritik entsprechend geändert und bin am nächsten Tag dann dafür angeschrien worden. Es war ein einziger Alptraum! Es zehrt an mir.

Vor drei Wochen hatte ich Urlaub, der tatsächlich sogar erholsam war. Ich war nach ungezählten Monaten endlich wieder so richtig shoppen - hatte zuvor meinen Kleiderschrank aussortiert und endich alles neu gemacht. Es hat sich sooo gut angefühlt. Aber es war auch so teuer. Finanziell stehe ich jetzt wieder ganz am Anfang.

Deswegen muss ich jetzt wieder weiter im Nebenjob arbeiten. Es ist dort zwar nicht direkt körperlich anstrengend und ich habe ziemliche Narrenfreiheit, weil meinem Chef dort eigentlich alles egal ist. Aber ich will einfach nicht! Zudem die kurzen Wechsel jedes Wochenende... Auch dieser Job zieht meine Energie. Und vor allem meine Zeit.

Zeit, die ich mit meinem Freund verbringen könnte und sollte. Er ist super süß und super lieb und er will mich wirklich. Aber wir haben Probleme. Ich bin nicht einfach und er versteht mich einfach nicht. Doch wie könnte er auch, haben wir ja nie Zeit füreinander. Immer nur wenige Stunden, wenn wir uns sehen, dann abends eine Stunde vor dem Schlafengehen. Die Nächte strengen mich an - schon immer habe ich schlecht neben anderen geschlafen, dafür geht es eigentlich sogar - und am frühen Morgen gehen wir wieder auseinander. In diesem Monat habe ich keinen einzigen Tag ohne Arbeit. Es wird keinen einzigen Tag geben, den wir gemeinsam verbringen können. Es bleibt abzuwarten, ob wir das überleben.Falls nicht, hätte ich zumindest wieder Zeit für Sport...

29.9.14 10:14


Die letzten zwei Wochenenden hatte ich frei. Kein blöder Nebenjob, sondern jede Menge Zeit mit meinem Freund, viel Sex, viel Spaß. Es ging mir gut. Ich war ein bisschen glücklich. Er ist jetzt im Urlaub und ich komme gerade von meinem ersten Dienst zurück. Ich war super gefrustet und habe den ganzen Tag nur gegessen. Dass mein Freund jetzt weg ist, finde ich doof. Und die Arbeit erst recht. Ich muss es einfach irgendwie hinbekommen, dass ich mit dem Nebenjob aufhören kann. Was ich heute dort gegessen habe und wie schlecht ich mich dort die ganze Zeit gefühlt habe, zeigen doch deutlich, dass mir das einfach nicht gut tut. Ich muss mich hinsetzen und rechnen, rechnen und dem endlich ein Ende machen.
24.8.14 00:07


Jetzt ist ein wenig Wasser den Rhein hinunter gelaufen und der Typ aus dem Netz und ich versuchen uns jetzt seit zweieinhalb Wochen in einer Beziehung. Mein Leben ist plötzlich ein anderes und irgendwie auch wieder nicht. Es ist anstrengend. Es bedarf mehr Arbeit, mehr Energie, viel weniger Schlaf. Ich bin oft müde und habe Ringe unter den Augen. Aber bis jetzt befinde ich es für den Aufand wert. Ich bin geprägt durch meine Vergangenheit und dementsprechend vorsichtig. Dennoch bin ich ein ganz klein wenig glücklich.

Zum Sport komme ich derzeit nicht, obwohl ich es mir so sehr vorgenommen habe. Aber wenn ich Zeit habe, bin ich bei ihm, oder ich räume meine Wonung auf, damit er zu mir kommen kann. Oder aber ich bin zerschlagen, denn wenn ich bei ihm bin, schlafen wir nicht wirklich viel.

Mein Gewicht beachte ich momentan kaum und halte es für einen Fortschritt. Ich bin weg von diesen selbstgesetzten Grenzen, von einem Maximalgewicht für Sex und dergleichen. Ich achte nicht auf mein Essen. Dennoch hält es sich und geht vielleicht sogar ganz, ganz langsam nach unten.

Dieser neue Mensch in meinem Leben fordert mich, aber er hält mich fern von der Depression. Und das zuletzt ist wirklich gut.

12.8.14 20:54


Ich habe jemanden kennen gelernt. Online. Jemanden, der mich noch nie gesehen hat. Er mag mich. Meinen Charakter. Oder zumindest das, was ich ihm erlaube zu sehen. Wer hatte nochmal behauptet, man könne beim Online-Dating wirklich jemanden kennen lernen? Es ist doch echt einfach nur der letzte Witz. Natürlich verstelle ich mich nicht. Aber es gibt wirklich sehr viele Seiten an mir, die sich wunderbar unterschlagen lassen. Von der Optik mal ganz zu schweigen. Warum habe ich mich da bloß angemeldet, bevor ich mit meiner Optik wirklich glücklich bin? Es wird noch Wochen dauern bis dahin. Bis zum Glücklichsein sogar Monate. Es war wirklich dumm. Bald wird er sich treffen wollen, und dann? Und selbst wenn es ihn nicht abschreckt... Klingt es dumm, wenn ich sage, dass ich einmal von jemandem wegen meines Äußeren gewollt werden möchte? Dass mich einmal jemand will, nicht weil ich so furchtbar nett bin und mein Lächeln so vertrauenerweckend aussieht. Sondern einfach nur weil er mich heiß findet und verdammt nochmal haben will. Um der Trophäe willen. Natürlich ist das keine Grundlage für eine Beziehung, das ist mir klar. Mein nächster fester Freund darf meinetwegen meinen Charakter auch ganz nett finden. Aber ich möchte wirklich einfach mal nur sexy gefunden werden.

Der Typ hat allerdings recht. Man hat vorher wenig Lust darauf, aber nach dem Sport fühlt man sich einfach richtig richtig gut. Wenn ich das nur nicht so schnell wieder vergessen würde jedes Mal...

18.7.14 22:28


76,5kg

76,5kg! Eigentlich gibt es nichts beunruhigendes an dieser Zahl. Allzu vertraut ist sie mir doch seit einigen Jahren schon. Dies ist mein Durchschnittsgewicht über die letzten drei Jahre. Kein Wohlfühlgewicht. Aber ein Gewicht, dass ich akzeptieren konnte. Mit dem ich offensichtlich leben konnte, wenn auch ich nicht glücklich damit wurde.

76,5kg. Heute schaue ich in den Spiegel und frage mich, ob ich die letzten drei Jahre auch schon so fett dabei war. Heute schaue ich in den Spiegel und kann es nicht akzeptieren. Heute fühle ich mich furchtbar, furchtbar unwohl damit.

Ich weiß nicht, was sich verändert hat. Ich weiß nur, <b>dass</b> ich etwas ändern muss. Ich habe noch so viel vor. Ich will noch so viel. Ich will noch so viel, was nicht einfach nicht geht mit diesem Körper.

14.7.14 21:12


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